Dienstag, 19. Mai 2026

Vernünftig: Umbau Bahnhofsvorplatz in Stuttgart soll vom Projekt Stuttgart 21 entkoppelt werden

Gemäß einer Zeitungsmeldung vom 12.05.2026 soll der Umbau des Arnulf-Klett-Platzes (Bahnhofsvorplatz) in Stuttgart vom Projekt Stuttgart 21 entkoppelt werden.

Das ist eine vernünftige Entscheidung der Stadtverwaltung und wird in diesem Blog seit jeher so gefordert. Jetzt scheint in Sachen Stuttgart 21 auch der Landeshauptstadt Stuttgart der Geduldsfaden zu reißen.

Der Arnulf-Klett-Platz soll verkehrsberuhigt werden. Hierzu ist allerdings die Verlegung eines Teils des Cityrings vom Arnulf-Klett-Platz in die Wolframstraße erforderlich. In der Wolframstraße gibt es aber ein paar Probleme. Sie sind jedoch nicht unlösbar.

Mittwoch, 6. Mai 2026

Koalitionsvertrag BW 2026 zum Bahnknoten Stuttgart und zur Gäubahn: Eine Katastrophe

Der seit heute der Öffentlichkeit zugängliche Koalitionsvertrag Baden-Württemberg 2026 ist in Sachen Bahnknoten Stuttgart eine einzige Enttäuschung. 

"Der Pfaffensteigtunnel sorgt künftig für eine starke Direktanbindung der Gäubahn an die Landeshauptstadt und den Flughafen Stuttgart". 

Der Pfaffensteigtunnel muss sich beim Flughafen in die Strecke von Wendlingen einfädeln und die noch verfügbaren Slots nutzen. Das ist gegenüber heute eine gravierende Verschlechterung.

"Auch bis zu seiner Realisierung muss eine attraktive Anbindung der Landeshauptstadt durch die Gäubahn sichergestellt werden."

Das heißt noch lange nicht, dass die Züge der Gäubahn bis zum Hauptbahnhhof durchfahren. S-Vaihingen gehört auch zur Landeshauptstadt Stuttgart.

"Eine Unterbrechung der Direktanbindung Singen/Zürich vor Inbetriebnahme von Stuttgart 21
darf es nicht geben".

Der Pfaffensteigtunnel ist nicht Stuttgart 21. Die Unterbrechung kann also vor der Inbetriebnahme des Pfaffensteigtunnels erfolgen.

"Die Maßnahmen zur Beschleunigung der Gäubahn müssen mit Hochdruck vorangetrieben werden".

Das Land BW ist dafür nicht zuständig. Fordern kostet nichts.

"Mit der Realisierung einer neuen S-Bahn-Linie wird der Erhalt der Panoramabahn in einem
ersten Schritt gesichert. Darüber hinaus setzt sich das Land für den schrittweisen Ausbau des Nahverkehrs-Dreiecks ein."

Der Einstieg in die Tangentiallinien und damit die weitere Schwächung des Bahnknotens Stuttgart feiert fröhliche Urstände.

Danke an die Grünen und die CDU für dieses Programm! Gott sei dank dauert eine Legislatur nur fünf Jahre.      

    

Sonntag, 3. Mai 2026

Kontroverse um "Fernwanderwege" beim Stuttgarter Hauptbahnhof

Seit Jahren ist der Stuttgarter Hauptbahnhof (Kopfbahnhof) von der S-Bahn, der Stadtbahn und von der Stuttgarter Innenstadt nur über viele hunderte Meter lange Fußwege (Volksmund: Fernwanderwege) zu erreichen. 

Und jahrelang schien das der Politik egal zu sein. Jetzt scheinen Teile der Politik plötzlich aufgewacht zu sein. Die Grünen im Regionalparlament präsentierten einen - wenngleich weniger geeigneten - Vorschlag zur Verkürzung der Zugangswege. Jetzt hat auch Stuttgarts OB Nopper (CDU) einen relativ guten Vorschlag präsentiert.

Die Erreichbarkeit Stuttgarts ist gemindert
Während der großen Demonstrationen gegen das Projekt Stuttgart 21 äußerten Teile der Politik und auch des Einzelhandels Sorge, ob die Stuttgarter Innenstadt überhaupt noch erreichbar sei. Die Fernwanderwege bewirken - davon bin ich überzeugt - eine noch viel größere Einschränkung der Erreichbarkeit der Stuttgarter Innenstadt. Ich bin überzeugt davon, dass viele Menschen als Folge der Fernwanderwege gar nicht mehr nach Stuttgart, sondern anderswohin fahren. Ist das der Politik und dem Einzelhandel egal?