Dienstag, 6. September 2022

Nach Postulat für Stundentakt Zürich - München: Investiert die Schweiz auch in die Gäubahn nach Stuttgart?

Der Bundesrat (die Regierung der Schweiz) ist in einem Postulat beauftragt worden, den Stundentakt im Fernverkehr Zürich - München anzustreben und hierzu mit den Nachbarländern Deutschland und Österreich Gespräche aufzunehmen.

Es stellt sich nun die Frage, ob die Schweiz nicht auch den Fernverkehr Zürich - Stuttgart (Gäubahn) voranbringen kann, z.B. durch Investitionszuschüsse für eine Modernisierung der Panoramastrecke der Gäubahn.

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) der Schweiz berichtet im Zusammenhang mit dem Projekt "Bahn 2050" vom Postulat für den Stundentakt Zürich - München. Heute und auch in den Planungen zum Deutschlandtakt gibt es nur einen Zweistundentakt Zürich - München.

Konkret geht es um die Planung und Realisierung der fehlenden Infrastruktur, um einerseits den Stundentakt Zürich - München und andererseits in München auch schlanke Anschlüsse in Richtung Berlin realisieren zu können.

Schrillen jetzt endlich die Alarmglocken bei der Gäubahn?
In Sachen Gäubahn müssen hier alle Alarmglocken schrillen. Die Umsteigeorte in Richtung Berlin für die Schweiz wären eigentlich Basel und Stuttgart, nicht aber München. Das Postulat für den Stundentakt Zürich - München zeigt, dass die Schweiz augenscheinlich die Gäubahn und Stuttgart bereits aufgegeben hat. München wird einmal mehr im Wettbewerb mit Stuttgart der Sieger sein. Wo sind die Politiker in Stuttgart, die den verkehrlichen Niedergang der Stadt aufzuhalten in der Lage sind?

Die überwiegend eingleisige Strecke zwischen Lindau und Buchloe muss auf rund 25 Kilometer zweigleisig ausgebaut werden. Das BAV gibt hierfür Kosten von ca. 250 Mio. Euro an. Im Vergleich zum Pfaffensteigtunnel der Gäubahn ist dies eine kleine Summe, aber mit welch großer Wirkung!

Zum Stundentakt Zürich - München wurde bereits eine internationale Fachgruppe eingesetzt, die die Analysen und Gespräche führt. 

 

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