Freitag, 26. Juni 2026

Lenkungskreissitzung zu S 21 vom 26.06.2026 enttäuschend - Deutschlandtakt nicht berücksichtigt

Die Lenkungskreissitzung zu Stuttgart 21 von heute ist absolut enttäuschend. Das lässt aus der anschließenden Presekonferenz folgern. 

Im Prinzip wird nur das bestehende Projekt mit immer größeren Verzögerungen und immer höheren Kosten weiterbetrieben. Auf die Idee, das Projekt zumindest in Teilen abzuändern, scheint niemand zu kommen.

Nehmen wir als Beispiel mal den Deutschlandtakt.

Als Stuttgart 21 im Jahr 1994 überfallartig vorgestellt wurde, war von einem Integralen Taktfahrplan oder Deutschlandtakt für die Bahn in Deutschland noch keine Rede. Erst ab dem Jahr 2008 - und damit viel später als die Geburt von Stuttgart 21 - wurde die Idee des Integralen Taktfahrplans alias Deutschlandtakt in Deutschland ernsthaft weiterverfolgt.

In der Schweiz wurde der Integrale Taktfahrplan bereits im Jahr 1985 "erfunden". Seitdem werden dort die Knotenpunktsbahnhöfe und die Strecken zwischen den Knotenpunktsbahnhöfen gemäß den Vorgaben des Integralen Taktfahrplans ausgebaut.

Der Integrale Taktfahrplan alias Deutschlandtakt hätte für das Projekt Stuttgart 21 eine goldene Brücke geboten, um gesichtswahrend Änderungen an dem Projekt vornehmen zu können. Das ist aber nicht erfolgt, jedenfalls bisher nicht.

Kombibahnhof ist für Stuttgart unabdingbar
Für die Umsetzung des Deutschlandtakts im Bahnknoten Stuttgart ist ein Kombibahnhof mit viergleisigem Durchgangsbahnhof und 16gleisigem Kopfbahnhof unabdingbar. Dazu muss es weitere Zu-/Ablaufgleise von Zuffenhausen, Bad Cannstatt und S-Vaihingen zum Kopfbahnhof geben.

       

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