Gemäß einer Zeitungsmeldung vom 12.05.2026 soll der Umbau des Arnulf-Klett-Platzes (Bahnhofsvorplatz) in Stuttgart vom Projekt Stuttgart 21 entkoppelt werden.
Das ist eine vernünftige Entscheidung der Stadtverwaltung und wird in diesem Blog seit jeher so gefordert. Jetzt scheint in Sachen Stuttgart 21 auch der Landeshauptstadt Stuttgart der Geduldsfaden zu reißen.
Der Arnulf-Klett-Platz soll verkehrsberuhigt werden. Hierzu ist allerdings die Verlegung eines Teils des Cityrings vom Arnulf-Klett-Platz in die Wolframstraße erforderlich. In der Wolframstraße gibt es aber ein paar Probleme. Sie sind jedoch nicht unlösbar.
Das Problem Wolframstraße
Die Wolframstraße selbst ist vierspurig. Das sollte auch für den Cityring ausreichen. Maßgebende Engstellen für den zukünftigen Cityring sind die Kreuzungen Cannstatter Straße / Heilmannstraße, Nordbahnhofstraße / Wolframstraße und Heilbronner Straße / Wolframstraße. Diese drei Kreuzungen müssen für den verlegten Cityring ausgebaut werden. Wie das genau erfolgen soll, ist mir nicht bekannt. Wichtig ist allein die Feststellung, dass der Ausbau dieser Kreuzungen unabhängig von Stuttgart 21 erfolgen kann.
Ein Problem ist auch der neue S-Bahntunnel zwischen dem Haltepunkt Hauptbahnhof und dem Bahnhof Mittnachtstraße (der Bahnhof soll noch umbenannt werden). Der neue Tunnel für die S-Bahn liegt nicht tief genug, damit die Autos problemlos unter den Bahngleisen der Bahnüberführung Wolframstraße durchfahren können. Es sollte jedoch möglich sein, dass - gerade im Zuammenhang mit dem neuen S-Bahntunnel - auf der Nordseite der Bahnüberführung ein paar Gleise wegfallen, auch ohne Inbetriebnahme des ganzen Stuttgart 21. Zudem darf man einen zukünftigen Kombibahnhof mit Beibehaltung wenigstens eines Teils der Kopfbahnhofs nicht ausschließen.
Die Bebauung "Rosenstein"
Wir haben es hier in diesem Blog schon vielfach gesagt: Die Stadt sollte von der Bebauung Rosenstein zunächst mal Abstand nehmen. Zu bebauende Grundstücke gibt es in Stuttgart in Hülle und Fülle. Die Stadt hat vor diesem Hintergrund nicht die Kapazität, nicht die Manpower und auch nicht das Geld für eine Bebauung Rosenstein.
Sorge um städtebauliche Entwicklung des Arnulf-Klett-Platzes
Kommen wir noch einmal zum Arnulf-Klett-Platz zurück. Wenn man vor dem Gebäude steht, das früher Hindenburgbau hieß, und in Richtung des Hotels Graf Zeppelin schaut, fällt auf, dass das Gebäude des Hotels um einige Meter gegenüber dem früheren Hindenburgbau vorragt. Das ist gut. Denn dadurch entsteht erst so etwas wie ein Platz. Auf der anderen Seite, Richtung Schlossgarten (Schlossgartenquartier), sollte das dort neu entstehende Gebäude ebenfalls vorragen, um einen richtigen Arnulf-Klett-Platz zu erhalten. Nach den einsehbaren Plänen scheint dies jedoch nicht der Fall zu sein. Was für eine vertane städtbauliche Chance!
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