Mittwoch, 6. Mai 2026

Koalitionsvertrag BW 2026 zum Bahnknoten Stuttgart und zur Gäubahn: Eine Katastrophe

Der seit heute der Öffentlichkeit zugängliche Koalitionsvertrag Baden-Württemberg 2026 ist in Sachen Bahnknoten Stuttgart eine einzige Enttäuschung. 

"Der Pfaffensteigtunnel sorgt künftig für eine starke Direktanbindung der Gäubahn an die Landeshauptstadt und den Flughafen Stuttgart". 

Der Pfaffensteigtunnel muss sich beim Flughafen in die Strecke von Wendlingen einfädeln und die noch verfügbaren Slots nutzen. Das ist gegenüber heute eine gravierende Verschlechterung.

"Auch bis zu seiner Realisierung muss eine attraktive Anbindung der Landeshauptstadt durch die Gäubahn sichergestellt werden."

Das heißt noch lange nicht, dass die Züge der Gäubahn bis zum Hauptbahnhhof durchfahren. S-Vaihingen gehört auch zur Landeshauptstadt Stuttgart.

"Eine Unterbrechung der Direktanbindung Singen/Zürich vor Inbetriebnahme von Stuttgart 21
darf es nicht geben".

Der Pfaffensteigtunnel ist nicht Stuttgart 21. Die Unterbrechung kann also vor der Inbetriebnahme des Pfaffensteigtunnels erfolgen.

"Die Maßnahmen zur Beschleunigung der Gäubahn müssen mit Hochdruck vorangetrieben werden".

Das Land BW ist dafür nicht zuständig. Fordern kostet nichts.

"Mit der Realisierung einer neuen S-Bahn-Linie wird der Erhalt der Panoramabahn in einem
ersten Schritt gesichert. Darüber hinaus setzt sich das Land für den schrittweisen Ausbau des Nahverkehrs-Dreiecks ein."

Der Einstieg in die Tangentiallinien und damit die weitere Schwächung des Bahnknotens Stuttgart feiert fröhliche Urstände.

Danke an die Grünen und die CDU für dieses Programm! Gott sei dank dauert eine Legislatur nur fünf Jahre.      

    

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.