Der Stuttgarter Kopfbahnhof muss im Falle des Weiterbetriebs saniert und später auch modernisiert werden.
Hierzu müssen rollierend jeweils mindestens zwei Gleise des Kopfbahnhofs vorübergehend stillgelegt werden. Dies funktioniert nur, wenn der Stuttgart 21-Tiefbahnhof einige Züge übernimmmt. Der Stuttgarter Kopfbahnhof und der Stuttgart 21-Tiefbahnhof stehen somit in einer gegenseitigen Abhängigkeit. Das sehen wir uns heute in diesem Blog näher an.
ICE-Halbstundentakt im Stuttgart 21-Tiefbahnhof
Die Bahn hat zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 den Halbstundentakt mit ICE in der Relation Mannheim - Stuttgart eingeführt. Dieser ICE-Halbstundentakt soll bis München verlängert werden.
Dieser ICE-Halbstundentakt sollte als Erstes in den Stuttgart 21-Tiefbahnhof geführt werden. Dazu ist kein Digitaler Knoten erforderlich. Der Kopfbahnhof wird dadurch bereits soweit entlastet, dass dort für die Sanierung und später auch Modernisierung jeweils zwei Gleise vorübergehend stillgelegt werden können.
Die Zuglänge
In einem weiteren Schritt sollten alle diejenigen Züge durch den Stuttgart 21-Tiefbahnhof fahren, die länger als 210 Meter sind. Das sind ausschließlich Fernzüge. Das ermöglicht es dem Kopfbahnhof, die 400 Meter-Bahnsteige abzubauen und ausschließlich Bahnsteige mit einer maximalen Länge von 210 Metern für die Regionalzüge und für kürzere Fernzüge vorzusehen.
Dadurch wird der Kopfbahnhof mit seinem Gleisvorfeld vereinfacht und städtebaulich besser eingebettet.
Die Durchbindung von Zügen
In einem dritten Schritt sollten alle diejenigen Züge durch den Stuttgart 21-Tiefbahnhof fahren, die in Stuttgart durchgebunden werden.
Hier mag jetzt ein Einwand kommen. Es werden doch bei Stuttgart 21 nahezu alle Züge durchgebunden. Was bleibt da noch für den Kopfbahnhof?
Nun ist es aber so, dass die Durchbindung von Zügen im Stuttgarter Hauptbahnhof nicht per se gut und richtig ist. Die Durchbindung der Züge ist der Konfiguration von Stuttgart 21 geschuldet, das eben nur diese Betriebsform kann.
Ist jedoch ein zusätzlicher Kopfbahnhof vorhanden, können viele Züge, darunter fast alle Metropolexpress-Züge, im Stuttgarter Hauptbahnhof enden, wenden und zurückfahren.
Durchgebunden im Stuttgart 21-Tiefbahnhof:
Viele, aber nicht alle, Fernzüge
Wenige ausgewählte schnelle Regionalzüge.
Das können die folgenden Regionalzug-Relationen sein:
Karlsruhe - Pforzheim - Stuttgart - Flughafen - Ulm - Friedrichshafen
Heilbronn - Stuttgart - Flughafen - Tübingen.
Sobald im Stuttgarter Kopfbahnhof nur noch endende und wendende Züge verkehren, sind die Überwerfungsbauwerke im Gleisvorfeld nicht mehr erforderlich. Der Kopfbahnhof kann dann städtebaulich besser als heute integriert werden.
Das Problem Wolframstraße
Das Problem Wolframstraße muss ebenfalls noch gelöst werden. Die Wolframstraße soll ja ein Teil des Stuttgarter Cityrings werden. Zur Zeit ist die Wolframstraße nördlich der Bahnüberführung ganz komisch trasssiert. Das kommt daher, dass der neue S-Bahntunnel über das heutige Geländeniveau hinausragt und die Bahnüberführung von oben eine Grenze setzt.
Lösungsvorschlag:
Der neue S-Bahntunnel wird baldmöglichst in Betrieb genommen. Dann kann man einige Brücken über die Wolframstraße abreisen und die Trassierung der Wolframstraße verbessern.
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