Mittwoch, 28. Januar 2026

Landesverkehrsminister Hermann gibt zu: "Stark auf Stuttgart geblickt, Mannheim nur nebenbei vorgekommen"

Die Tagesschau berichtet in ihrer Website vom 26.01.2026 über den dringenden Ausbaubedarf beim Bahnknoten Mannheim.

Insbesondere ist zwischen Mannheim und Heidelberg eine zusätzliche Doppelspur erforderlich.

In diesem Zusammenhang wird auch Landesverkehrsminister Hermann zitiert wie folgt: "Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) räumte gegenüber dem SWR ein, dass man in den vergangenen Jahren "sehr stark auf Stuttgart geblickt habe und Mannheim nur nebenbei vorgekommen" sei. Dabei sei der Schienenknoten dort mindestens so bedeutend wie der Stuttgarter Knoten."

 

Hermann betonte gemäß Tagesschau weiter, dass Mannheim mit dem bundesweit zweitgrößten Rangierbahnhof für den Güterverkehr eine wichtige Achse im deutschen europäischen Fernverkehr darstellt. Zudem sei Mannheim der Hauptknoten für den Regionalverkehr für rund 2,4 Millionen Menschen in der Metropolregion Rhein-Neckar.

Fragen an Verkehrsminister Hermann
Warum lässt es Verkehrsminister Hermann zu, dass in der Metropolregion Stuttgart ZigMilliarden für ein fragwürdiges Bahn- bzw. Immobilienprojekt investiert werden, während die Metropolregion Rhein-Neckar fast leer ausgeht.
 
Warum lässt es Verkehrsminister Hermann zu, dass jahrzehntealte Bahnausbauprojekte in der Metropolregion Rhein-Neckar nicht richtig vorankommen, während das Stuttgart 21-Reparaturprojekt "Pfaffensteigtunnel" in Stuttgart mit Rekordgeschwindigkeit durchgepeitscht wird.
 
Kann man heute noch die Grünen wählen?
Bestünden die Grünen nur aus Landesverkehrsminister Hermann, könnte man sie wohl nicht mehr wählen.
 
Es gibt da jedoch eine interessante Entwicklung. Der Ministerpräsidenten-Kandidat der Grünen Cem Özdemir ist gemeinsam mit dem Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer aufgetreten. Zudem wird nicht ausgeschlossen, dass Palmer wieder in die Partei Bündnis 90 Die Grünen eintritt. Ebenfalls nicht ausgeschlossen ist, dass Palmer in der zukünftigen Landesregierung ein Ministeramt übernimmt.
 
Warum nicht das Verkehrsministerium? Oder vielleicht ein Superministerium aus Verkehr und Wirtschaft?
 
Boris Palmer ist - auch wegen seines überragenden Bahn-Sachverstands - am ehesten zuzutrauen, die Bahnkarre in BW aus dem Dreck zu ziehen, z.B. in Form eines Verzichts auf den Pfaffensteigtunnel, einer Beibehaltung eines (Teil)kopfbahnhofs in Stuttgart und ein Vorantreiben der Bahnausbaupläne in Mannheim.          

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