Donnerstag, 23. September 2010

Worthülsen, Sprechblasen, auswendig gelerntes Nachgeplapper

Nun hat auch noch der Landtagsabgeordnete Karl Rombach (CDU) aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis seinen Kommentar zu Stuttgart 21 abgegeben.

Das Projekt, so die Wortmeldung des Abgeordneten, stärke den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg, das Land werde in den europäischen Hochgeschwindigkeitsverkehr eingebunden und ein Teil der Magistrale Paris-Bratislava. Das Projekt schaffe zudem bis zu 17.000 neue Arbeitsplätze. Sollte das Land den Vertrag kündigen, würden 1,4 Milliarden Euro fällig.



Leider werden diese Argumente der Befürworter von Stuttgart 21 auch durch die eintausendvierhundertfünfundachzigste Wiederholung nicht richtiger.

Richtig ist vielmehr:
  • der Ausstieg aus dem Projekt Stuttgart 21 kostet allenfalls 500 Mio Euro, erspart aber die Ausgabe weiterer 5 bis 10 Milliarden Euro, die für sinnvollere Dinge verwendet werden können,
  • der Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg wird in erster Linie durch Investitionen in die Flächenbahn sowie in bessere Strecken für den Güterverkehr gestärkt,
  • die europäische Magistrale Paris - Bratislava ist ein Phantom,
  • die durch Stuttgart 21 angeblich entstehenden bis zu 17.000 Arbeitsplätze sind durch nichts bewiesen. Bei einem Verzicht auf Stuttgart 21 würden wesentlich mehr Arbeitsplätze entstehen, wie die florierende Bautätigkeit in Frankfurt / Main und München beweist, beides Städte, die ihre 21er-Projekte längst begraben haben

Jetzt kommen wir aber zum Kern der Sache. Als Abgeordneter des Schwarzwald-Baar-Kreises sollte Herr Rombach eigentlich die Interessen dieses Landkreises vertreten. Und zu den dringenden Interessen des Schwarzwald-Baar-Kreises gehört ein Ausbau der Gäubahn, um endlich bessere Verbindungen in den Großraum Stuttgart zu bekommen. Genauso gehört dazu ein Ausbau der Verbindung nach Freiburg.

Beide Maßnahmen werden durch das Projekt Stuttgart 21 verhindert und konterkariert. Der Ausbau der Gäubahn wird auf die lange Bank geschoben, denn jeder Euro ist nur einmal zum Ausgaben da. Zudem wird der Betrieb der Gäubahn durch Stuttgart 21 gravierend verschlechtert.

Herr Rombach vertritt also nicht die Interessen des Schwarzwald-Baar-Kreises. Statt dessen wiederholt er die vorgegebene CDU-Meinung zu Stuttgart 21.

Liebe Bürgerinnen und Bürger des Schwarzwald-Baar-Kreises, wählen Sie bitte bei der kommenden Landtagswahl im März 2011 einen Abgeordneten, der eine eigene Meinung hat und die Interessen Ihres Landkreises vertritt!  

   

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