Montag, 6. September 2010

Heimerl kann es einfach nicht lassen

Schon wieder hat sich Gerhard Heimerl, der sich als Erfinder des Tiefbahnhofs Stuttgart bezeichnet, aus dem Ruhestand zu Wort gemeldet.

Das alternative Konzept zu Stuttgart 21, K 21, sei fast genauso teuer wie Stuttgart 21 und binde zudem den Flughafen nicht an das Fernverkehrsnetz an.

Wann kapiert Herr Heimerl eigentlich, dass 


  • ein Ausbau des bestehenden Kopfbahnhofs etappenweise erfolgen kann und bereits die Fertigstellung einer ersten Ausbauetappe verkehrswirksame Vorteile bringt?

  • ein Ausbau des bestehenden Kopfbahnhofs nur streng nach Bedarf erfolgen wird und dass hierbei auch spätere Generationen noch Gelegenheit haben werden, auf sich ändernde Randbedingungen zu reagieren?

  • ein Ausbau des bestehenden Kopfbahnhofs in engem Zusammenhang mit einem ebenfalls stufenweise erfolgenden Ausbau des gesamten Bahnnetzes in BW hin zu einer Bürgerbahn erfolgen wird?

  • erste Ausbauetappen des Bahnknotens Stuttgart auf der Basis des bestehenden Kopfbahnhofs um Jahre früher fertig werden als Stuttgart 21?

  • ein Ausbau des bestehenden Kopfbahnhofs die spätere Einrichtung des integralen Taktfahrplans mit einer Anschlussspinne wie bei den Schweizer Knotenpunktsbahnhöfen ermöglicht?

  • sich beim Flughafen Stuttgart mit einem Korridor von 10 bis 14 Millionen Passagieren / Jahr (abfliegende und ankommende zusammen) weder heute noch in Zukunft eine Fernverkehrsanbindung lohnt?

  • nach der Absage einer zweiten Start- und Landebahn durch die Landesregierung die Passagierzahl des Stuttgarter Flughafens auch in Zukunft sich nicht über den genannten Korridor hinaus erhöhen wird?

  • die Anbindung des Stuttgarter Flughafens mit einer mehrere Milliarden Euro teuren Strecke an den Fernverkehr eine ungeheure Subvention der öffentlichen Hand an den Flughafen und die Minderheit der Fluggäste ist, die von der überwältigenden Mehrheit der nicht fliegenden Fahrgäste mitfinanziert werden muss? 

Ich sage noch nicht: Herr Heimerl, gehen Sie.

Aber ich sage: Herr Heimerl, gehen Sie in sich! 

Und überlegen Sie sich einfach noch einmal, ob sie 4 bis 5 nachfolgende Generationen mit den Dinosaurierplanungen für Stuttgart 21 ins Unglück stürzen wollen. 

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