Freitag, 24. September 2010

CDU-Landtagsabgeordneter Rüeck verulkt Bevölkerung von BW

Bereits im Post von gestern waren ja die merkwürdigen Argumente der Stuttgart 21 - Befürworter das Thema, mit denen versucht wird, das Projekt Stuttgart 21 bei der Bevölkerung Baden-Württembergs schönzureden.

Den Vogel abgeschossen hat jetzt der CDU-Landtagsabgeordnete Helmut Rüeck. Rüeck behauptete jetzt, dass Stuttgart 21 die Einrichtung einer schnellen Zugverbindung von Nürnberg über Schwäbisch Hall nach Stuttgart ermögliche.

Die Landesregierung sowie die Bahn wussten davon jedoch nichts.



Es ist noch viel schlimmer: Stuttgart 21 bringt für die Verbindung von Stuttgart über Schwäbisch Hall nach Nürnberg sowie für die Verbindung von Stuttgart über Aalen nach Nürnberg nichts, wirklich überhaupt nichts. Im Gegenteil: die Strecke zwischen dem Stuttgarter Hauptbahnhof und dem nächsten Bahnhof Bad Cannstatt würde bei Stuttgart 21 sogar länger. Und wenn man in Richtung Süden aus dem Durchgangsbahnhof ausfährt, wird die Strecke in Richtung Nürnberg noch länger und es gibt dann östlich des Bahnhofs Bad Cannstatt sogar betrieblich schwierige eingleisige Streckenabschnitte.

Und wir müssen noch etwas draufsetzen: Stuttgart 21 verhindert durch seinen Kannibalisierungseffekt den dringend erforderlichen Ausbau der Strecke über Schwäbisch Hall. So wäre als erste Maßnahme dringend ein zweites Gleis im Bahnhof Fornsbach erforderlich. Heute müssen die Regionalzüge von Stuttgart 10 bis 15 Minuten im vor Fornsbach gelegenen Bahnhof Murrhardt auf den Gegenzug warten.

Bessere Verbindungen von Nürnberg über Schwäbisch Hall nach Stuttgart: das gäbe es relativ bald, wenn auf Stuttgart 21 verzichtet wird. Dann könnte man die Strecke ausbauen und dann hätte das Land genügend Geld, um attraktive Züge für diese Strecke zu bestellen.

Die Verdrehung der Tatsachen, wie sie jetzt der CDU-Landtagsabgeordnete Rüeck vorgenommen hat, grenzt an Volksverdummung.   

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